24.10.2013 Pressekonferenz Humboldtforum

Des Kaisers neue Kleider - die geplante Ostfront des Berliner Schlosses

 

"Völker der Welt, schaut auf dieses Schloss!" muss man angesichts der beim Wiederaufbau des Berliner Schlosses - genannt "Humboldtforum" - geplanten 'Ostfront' den berühmten Ausruf des legendären Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter paraphrasieren! Der großartige Wiederaufbau des Schlosses - eigentlich der Barock-Fassaden von Schlüter - wird durch den unsäglichen Neubau des Osttraktes schwer beschädigt.

 

Statt einer Baukostenexplosion die Einsparung bis zu 100 Mio. Euro

 

Der moderne Osttrakt ist auch funktional völlig überflüssig - das Raumprogramm lässt sich ohne weiteres im übrigen Schloss unterbringen! Der Verzicht auf diesen unnötigen Ostflügel spart auch mindestens 50 Mio. Euro ein! Angesichts der überall astronomisch explodierenden Baukosten vielleicht sogar 100 Mio. Euro... Außerdem wird das Humboldtforum durch den "Verzicht" auf diese Ostfront viel schöner und sinnvoller!

 

Die Ostfront - ein Bollwerk gegen die Stadt

 

Da dieser älteste Teil des Schlosses - anders als alle anderen Teile - nie eine neue Fassade von Schlüter erhielt, durfte beim Architektenwettbewerb völlig neu gestaltet werden ... besser hätte man ihn ganz weggelassen und gar nicht wiederaufgebaut! Dann hätte man viel Geld gespart und eine städtebaulich viel bessere Lösung erreicht: die Öffnung des Humboldtforums zur neuen (alten) Mitte der Stadt! Diesen schweren Planungsfehler kann man immer noch korrigieren! Noch ist dieses Bollwerk nicht errichtet.

 

Ein Deutscher Louvre

 

Wenn schon die lange Zeit hochgepriesene "Agora" im Inneren des Humboldtforums wegen architektonischer Schwäche "in Rente geht" (!) wie Präsident Parzinger zynisch wowereitelt, dann sollte wenigstens der Schlüterhof - der schönste Teil des Schlosses - unverschandelt bleiben!

 

Wenn der modernistische Osttrakt nicht gebaut wird, kann sich der Schlüterhof - der prächtigste barocke Innenhof der je in Deutschland gebaut wurde - ganz auf die noch zu gestaltende neue Mitte Berlins öffnen: eine grandiose Perspektive, vergleichbar mit der Öffnung des Louvre auf die Champs-Élysées in Paris! So richtig die Entscheidung war, den gegen die Stadt gerichteten Festungstrakt des Schlosses nicht wiederaufzubauen, so falsch war die Entscheidung, die von Schlüter nicht ummantelte mittelalterliche Fassade nun modern wiederzuerrichten! Man sollte darauf verzichten, diesen Osttrakt wieder zu errichten! 

19.09.2013 Pressekonferenz Kulturforum

Ich habe mich sehr gefreut, dass sich die Presse so positiv zu meinem Masterplan für das Kulturforum geäußert hat.

 

 

Mir ist allerdings durchaus bewusst, dass es hier nicht nur um Stadtbaukunst sondern auch um „Machbarkeit“ geht…

 

 

Deshalb möchte ich den Ausführungen der Welt und der Berliner Morgenpost entgegentreten, die – in identischen Artikeln – meine Darstellung der Kosten verdreht, ja geradezu auf den Kopf gestellt haben:

 

 

Die dort behaupteten Kosten von über einer  Milliarde Euro (!) sind völlig absurd, noch nicht einmal die von mir genannten 500 Mio. betreffen die öffentlichen Bauten und Plätze.

 

 

Ich habe bei meiner Vorstellung das Beispiel des Kulturforums in Valencia keineswegs „selbstverräterisch“ gebracht, sondern im Gegenteil: um zu beleuchten welch krasses Missverhältnis in Europa herrscht, wenn eine spanische Provinzstadt sich ein Kulturzentrum für 1,3 Milliarden Euro leistet und Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, noch nicht einmal bereit ist, 300 Mio. Euro für die Vollendung ihres Kulturforums auszugeben.

 

 

300 Mio. – nicht „500 Mio. Euro“ – sind keineswegs „utopisch“, wie die Welt und die Morgenpost behaupten.

 

 

Ich bin bei meiner Vorstellung auch keineswegs „Fragen nach den Mehrkosten“ ausgewichen, wie Tim Ackermann in seinen Artikeln behauptet:

 

 

Der Neubau eines Museums neben der Nationalgalerie kostet nicht mehr als eines dahinter, also ca. 150 bis 180 Mio. Euro. Weitere 70 bis 100 Mio. Euro könnte der Abbruch der bisherigen „Piazzetta“ und die Neugestaltung der neuen Museumspiazza samt Campanile kosten.

 

 

Insgesamt würden sich die Kosten für die Museen auf 220 bis 280 Mio. Euro belaufen, wenn man die Museumspiazza gleich mitbaut…

 

 

Weitere 50 Mio. Euro habe ich für die Umlegung der Straßen und die Anlage des großen Rondells vor der Philharmonie veranschlagt. Insgesamt entstehen bei der Vollendung des Kulturforums also 270 bis 330 Mio. Euro für öffentliche Bauten und Plätze.

 

 

Die weiteren Gebäude meines Masterplans können zwar insgesamt bis zu 200 Mio. Euro kosten, sind aber Privatgebäude die der öffentlichen Hand nicht zu Last fallen – im Gegenteil:

 

 

Die Grundstücke für diese Gebäude am Rondell und entlang der Tiergartenstraße haben einen Wert von bis zu 100 Mio. Euro, welche bei Verkauf sogar in die öffentlichen Kassen zurückfließen.

 

 

Am Ende kostet die Realisierung meines Masterplans Bund und Länder also nur um die 200 Mio. Euro!

 

Veranstaltungen

Ich habe mich sehr gefreut, dass sich die Presse so positiv zu meinem Masterplan für das Kulturforum geäußert hat.

 

 

Mir ist allerdings durchaus bewusst, dass es hier nicht nur um Stadtbaukunst sondern auch um „Machbarkeit“ geht…

 

 

Deshalb möchte ich den Ausführungen der Welt und der Berliner Morgenpost entgegentreten, die – in identischen Artikeln – meine Darstellung der Kosten verdreht, ja geradezu auf den Kopf gestellt haben:

 

 

Die dort behaupteten Kosten von über einer Milliarde Euro (!) sind völlig absurd, noch nicht einmal die von mir genannten 500 Mio. betreffen die öffentlichen Bauten und Plätze.

 

 

Ich habe bei meiner Vorstellung das Beispiel des Kulturforums in Valencia keineswegs „selbstverräterisch“ gebracht, sondern im Gegenteil: um zu beleuchten welch krasses Missverhältnis in Europa herrscht, wenn eine spanische Provinzstadt sich ein Kulturzentrum für 1,3 Milliarden Euro leistet und Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, noch nicht einmal bereit ist, 300 Mio. Euro für die Vollendung ihres Kulturforums auszugeben.

 

 

300 Mio. – nicht „500 Mio. Euro“ – sind keineswegs „utopisch“, wie die Welt und die Morgenpost behaupten.

 

 

Ich bin bei meiner Vorstellung auch keineswegs „Fragen nach den Mehrkosten“ ausgewichen, wie Tim Ackermann in seinen Artikeln behauptet:

 

 

Der Neubau eines Museums neben der Nationalgalerie kostet nicht mehr als eines dahinter, also ca. 150 bis 180 Mio. Euro. Weitere 70 bis 100 Mio. Euro könnte der Abbruch der bisherigen „Piazzetta“ und die Neugestaltung der neuen Museumspiazza samt Campanile kosten.

 

 

Insgesamt würden sich die Kosten für die Museen auf 220 bis 280 Mio. Euro belaufen, wenn man die Museumspiazza gleich mitbaut…

 

 

Weitere 50 Mio. Euro habe ich für die Umlegung der Straßen und die Anlage des großen Rondells vor der Philharmonie veranschlagt. Insgesamt entstehen bei der Vollendung des Kulturforums also 270 bis 330 Mio. Euro für öffentliche Bauten und Plätze.

 

 

Die weiteren Gebäude meines Masterplans können zwar insgesamt bis zu 200 Mio. Euro kosten, sind aber Privatgebäude die der öffentlichen Hand nicht zu Last fallen – im Gegenteil:

 

 

Die Grundstücke für diese Gebäude am Rondell und entlang der Tiergartenstraße haben einen Wert von bis zu 100 Mio. Euro, welche bei Verkauf sogar in die öffentlichen Kassen zurückfließen.

 

 

Am Ende kostet die Realisierung meines Masterplans Bund und Länder also nur um die 200 Mio. Euro!

 

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